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Studie zur Umkleidekabine

2017 untersuchte eine repräsentative Studie des Forschungsinstituts Innofact im Auftrag von Ansorg die Bewertung von Umkleidekabinen und das daraus resultierende Kaufverhalten der Konsumenten. Wir nahmen diese Ergebnisse als Grundlage für die Entwicklung eines neuen Konzeptes von Umkleiden und das dort eingesetzte Licht.

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse

  • 74,6 % der Bevölkerung probieren ausgewählte Kleidungsstücke im stationären Handel häufig oder sogar in jedem Fall in der Umkleidekabine an.
  • 40,2% verlassen sogar manchmal wieder das Geschäft ohne zu kaufen, weil ihnen die Umkleidekabinen nicht zusagen.
  • Während 92,3 % der Bevölkerung es wichtig bis sehr wichtig finden, in die Kabine zu gehen, um zu sehen, ob die Kleidungsstücke passen, ärgern sich gleichzeitig 71,7 % über die schlechte Ausstattung in den Kabinen (zu eng, schlechtes Licht etc.).
  • 72,7 % nerven oder nerven sogar sehr das schlechte Licht in den Umkleidekabinen. Bei den Frauen sind es sogar 78,7%.
  • Schlechtes Licht nervt den Kunden sogar mehr als kein Spiegel für die Rückansicht (66,4%), keine Sitzgelegenheit (63,5%) und keine Bewegungsfreiheit (62,6%).
  • 85 % aller Befragten ist ein angenehmes Licht und eine gute Ausleuchtung in der Kabine wichtig bis besonders wichtig. Bei Frauen sind es sogar über 90 %.
  • Generell ist Frauen eine gute Ausleuchtung in den Kabinen wichtiger als Männern. 
  • In der Zielgruppe der 30 bis 39 Jährigen finden inzwischen schon 36,7% der Befragten einstellbares Licht für individuelle Trageanlässe (Lichtszenarien) wichtig oder besonders wichtig.
  • Männern ist das Anprobieren von Hose, Jeans und Anzügen besonders wichtig. Bei Frauen sind es Hosen, Jeans und Kleider.

Wenn Sie in einem stationären Geschäft Fashion einkaufen: Welchem Einkaufstyp entsprechen Sie am ehesten?

Hier wurden vier Einkaufstypen definiert (A bis D). Zwei davon sind die Umkleidekabinen-affinen Typen (Typ A+B), die in jedem Fall oder häufig eine Umkleidekabine nutzen, bevor sie ein Produkt kaufen. Zwei weitere Typen sind spontane oder gezielte Einkaufstypen (Typ C+D), die die Kleidungsstücke ohne Anzuprobieren auswählen, ggfs. optisch und/oder haptisch prüfen und an der Kasse zahlen.

¾ der Bevölkerung probieren ausgewählte Kleidungsstücke im stationären Handel häufig oder sogar in jedem Fall in der Umkleidekabine an. 41,4 % (Typ A) probieren interessante Kleidungsstücke in jedem Fall an. Bei 33,2 % der Befragten (Typ B) kommt es häufig vor, dass sie ein oder mehrere Kleidungsstücke in der Umkleidekabine anprobieren, bevor sie diese kaufen. Nur ¼ der Bevölkerung (Typ C+D) nutzt eher keine Umkleidekabine, weil die Personen ihre Kleidergröße so gut kennen, dass das Anprobieren weniger wichtig ist. Diesen Einkaufstypen reicht es, auf Größe, Farbigkeit, Material und Verarbeitung zu achten.

Frage: Bei welchen Fashion-Produkten ist Ihnen das Anprobieren in einer Umkleidekabine besonders wichtig? (bis zu fünf Zustimmungen sind möglich)

Die nachfolgenden und üblichen Produktkategorien standen den Befragten zur Auswahl: Hosen, Jeans/Shorts, Jacken, Anzüge, Blusen/Hemden, Pullover/Sweatshirts, Kleider, Tops/T-Shirts, Blazer/Sakkos, Mäntel, Dessous, Sportbekleidung. Männern ist das Anprobieren von Hosen (80,8%), Jeans (68,9%) und Anzügen (60,1%) besonders wichtig. Bei Frauen sind es Hosen (77,5%), Jeans (73,1%) und Kleider (54,4%). An vierter Stelle folgen bei den Frauen die Dessous mit 41,0 %.

Bei den Top 3 je Geschlecht handelt es sich in jedem Fall um die Grundausstattung einer jeden Garderobe und um die Basics eines jeden Fashion-Stores. Die Relevanz der Umkleidekabine wird hierdurch weiter untermauert. Blazer/Sakkos (23,5%), Mäntel (21,5%) und Sportbekleidung (16,2%) werden bei beiden Geschlechtern naturgemäß weniger in Umkleidekabinen anprobiert.

Frage: Aus welchen Gründen gehen Sie beim Kauf von Fashionprodukten in Umkleidekabinen?

Bei etwa 90% der Befragten trifft es zu oder trifft es sogar voll und ganz zu, dass sie in die Kabine gehen, um zu sehen, ob ihnen die Bekleidungsstücke und deren Größe passen und wie sie in diesen aussehen. Bei den Frauen sind es sogar über 95%. Ein optimales Erscheinungsbild in der Kabine wird somit zu einem entscheidenden Einkaufskriterium. Während im Bundesdurchschnitt nur 15% in der Kabine ein Selfie von sich im neuen Outfit machen, beträgt dies in der jungen Zielgruppe zwischen 16 und 29 Jahren immerhin 25%.

Im Alter nimmt diese Form der Nutzung der Umkleidekabine kontinuierlich ab. Auf die ganze Bevölkerung bezogen ärgern sich 71,7% über schlecht ausgestattete Umkleidekabinen (z.B. zu eng, schlechtes Licht …), 40,2% verlassen sogar manchmal wieder das Geschäft ohne zu kaufen, weil ihnen die Umkleidekabinen nicht zusagen.

Frage: Welche Umstände nerven Sie besonders, wenn Sie in einer Umkleidekabine Kleidungsstücke anprobieren?

72,7% der Befragten nervt oder nervt besonders stark das schlechte Licht in den Umkleidekabinen. Bei den Frauen sind es sogar 78,7%. Schlechtes Licht nervt den Kunden sogar mehr als kein Spiegel für die Rückansicht (66,4%), keine Sitzgelegenheit (63,5%) und keine Bewegungsfreiheit (62,6%).

Der Einsatz von Screens, verschiedenen Lichtszenarien und der direkten Bezahlmöglichkeit in den Umkleidekabinen wird als wenig belästigend wahrgenommen (sofern vorhanden). Deutlich wird hierbei aber auch, dass die technischen Features in den Umkleidekabinen eher den jungen Zielgruppen (16-29 Jahre, 30-39 Jahre) wichtiger sind.

Frage: Wie wichtig ist Ihnen in einer Umkleidekabine ein angenehmes Licht und eine gute Ausleuchtung?

85 % aller Befragten ist ein angenehmes Licht und eine gute Ausleuchtung in der Kabine wichtig (39,8%) bis besonders wichtig (45,2%). Bei Frauen sind es sogar über 90,2 %

Frage: Wie wichtig sind Ihnen die nachfolgenden Aspekte zum Licht in einer Umkleidekabine?

Die Befragten empfinden die nachfolgenden drei Aspekte zum Licht in der Umkleidekabine als wichtig bis besonders wichtig:

  • Ausreichend Helligkeit in der gesamten Umkleidekabine 83,8%
  • Exzellente Farberkennung 71,2%
  • Blendfreies Licht 70,2%

Erst 15 bis 20 Prozentpunkte unterhalb dieser Top 3 folgen die nächsten Aspekte. Doch neue Trends sind auch erkennbar. In der Zielgruppe der 30 bis 39 Jährigen finden inzwischen schon 36,7% der Befragten einstellbares Licht für individuelle Trageanlässe (Lichtszenarien) wichtig oder besonders wichtig. Auch Touchscreens zur individuellen Lichtsteuerung (z.B. dimmen) und für zusätzliche Funktionen (z.B. Anzeige ergänzender Produkte) finden immerhin schon knapp 30% derselben Zielgruppe wichtig oder besonders wichtig.

Frage: Kaufen Sie Bekleidung eher in stationären Geschäften oder online?

Aus einer Vielzahl von Statistiken wissen wir, dass der Online Handel immer weiter zunimmt. Laut EHI ist dies auch 2016 wieder der Fall gewesen. Der stationäre Handel muss sich diesem Trend kontinuierlich entgegenstellen und stetig die Bedingungen im Store verbessern, entsprechende Anreize schaffen und emotionale Erlebniswelten bieten.

Unsere Umfrage ergab, dass nur bei Bekleidungsprodukten bis zu 50 Euro die Mehrzahl der Befragten eher online kaufen. Schon ab 51 Euro wendet es sich zum stationären Handel. Mit steigendem Preis für die Bekleidungsprodukte wird auch mehr im stationären Handel gekauft. Deshalb sollte diesen Konsumenten die Kaufentscheidung immer weiter erleichtert werden. Für Bekleidungsprodukte ab 200 Euro verlassen 75% der Bevölkerung ihren digitalen Einkaufsshop und kaufen die Produkte in realen Boutiquen oder Kaufhäusern. Bei Bekleidungsstücken ab 500 Euro kauft nur noch jeder fünfte online.

Studiendesign

Basis:n = 1.041 Personen
Bevölkerungsrepräsentative Verteilungnach Geschlecht, Alter (16 – 69 Jahre) und Region (Nielsengebiete)
Zeitraum:24.01. – 26.01.2017
Soziodemogarfische Daten:Geschlecht, Alter, Bildungsstand, Berufstätigkeit, Haushaltsnettoeinkommen, Familienstand, Haushaltsgröße, Kinder, Region, Bundesländer

 

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