Lichtwissen

Obst & Gemüse

Bunte und gesunde Vielfalt ist das Aushängeschild des Food Retail. Gekonnt mit natürlich anmutender Beleuchtung inszeniert, werden die an Marktplätze erinnernden Auslagen zum Highlight.

Die Inszenierung der Waren betont die Frische und Natürlichkeit. Jedes Produkt soll so perfekt wie möglich aussehen. Was nahezu allen Produkten gemein ist, ist die Notwendigkeit, die Oberflächen straff und gleichmäßig wirken zu lassen. Jede sichtbare Ungleichmäßigkeit würde das Produkt überreif aussehen lassen und das Vertrauen in die Qualität und Frische verringern. Eine Beleuchtung aus Kundenperspektive kaschiert diese Mängel eher. Kleine, an der Rückseite des Möbels arrangierte Glanzpunkte auf den Früchten unterstützen Frische und Saftigkeit, dürfen aber nicht unnatürlich blendend wirken. Sonst verliert die gesamte Warenpräsentation wiederum an Authentizität und damit Vertrauenswürdigkeit.

Eine weitere Aufgabe ergibt sich aus der natürlich wilden Anordnung bei der Aufschüttung meist runder Produkte. Diese ungeordneten Aufbauten benötigen ein bewusst arrangiertes Licht. Beleuchtung mit hoher Intensität lässt zwar die Haut des Obstes glänzen, führt aber zu harten Schlagschatten auf der obersten Obstschicht und kann den plastischen Eindruck trüben. Eine mehrseitige Beleuchtung mit weichen Übergängen der Lichtverteilung unterstreicht eher die Form jeder einzelnen Frucht. Harmonische Schattenkanten passen sich in das Gesamtbild ein. Selbst ein zarter Wechsel in der Lichtfarbe kann die natürliche Anmutung unterstützen und im Mischlicht die Früchte zusätzlich kontrastreich inszenieren.

Als Lichtfarbe bietet sich ein Warmweiß an, da es die natürliche Farbgebung der Produkte am besten unterstützt. Absolut notwendig ist eine brillante Farbwiedergabe. Hier ist nicht nur auf einen hohen CRI insgesamt zu achten, sondern auch auf die, für das Produkt relevanten Farbwerte im Rot-, Gelb- und Grünbereich. Gerade die schnell verderblichen Produkte Obst und Gemüse reagieren besonders sensibel auf Licht. Durch den Einsatz von LED-Strahlern wurde die Abstrahlung der unliebsamen Infrarot-Wärmestrahlung stark verringert. Schäden durch Erhitzung gehören der Vergangenheit an. Und dennoch haben unterschiedliche Frequenzen auch unterschiedliche Auswirkungen auf die Produkte. Während Waren wie gepflanzte Kräuter, Salate und manche Früchte hochenergetisches Licht mit hohen Intensitäten im Blau-Violett-Bereich des Lichtspektrums benötigen, um sich durch Photosynthese lange frisch zu halten, hat Licht der gleichen Frequenz bei Schattengewächsen genau die gegenteilige Wirkung. Exakt geplantes Kartoffellicht mit reduzierter energetischer Intensität wiederum, verhindert das Keimen und schont das Produkt.

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